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Gegen alle Hoffnung

Am 07.06. 2004 erscheint "Gegen alle Hoffnung".

Es hat die ISBN 3-937930-32-9, ist 106 Seiten stark (Taschenbuch) und kostet 8,90 €. Herausgegeben wird es im Engelsdorfer Verlag. (Dort kann es "VERSANDKOSTENFREI" bezogen werden! Klicken Sie auf den Link, um gleich von hier zu bestellen!)

Das Buch ist wie folgt aufgeteilt:

Buch I: Gedichte
Buch II: Kurzprosa
Buch III: "Einfach nur müde"
Epilog

Zu beziehen ist das Buch über jede Buchhandlung Ihres Vertrauens, bei Amazon und sonstigen Internetportalen. 

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Lesen Sie Rezensionen zu "Gegen alle Hoffnung"

Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Freude mit meinem Erstlingswerk!

© Ulrich P. Hinz


Leseproben:

Gedichte

Todblau leuchtet der Abend Vergessen
Im haltlosen Rausch meiner Zeit
Durch seelenvergilbtes Gestein wie besessen
Der moosige Anker liegt längst schon bereit
Und auch die dunkle Vermutung der Nacht
Die schleierhaft sich über dich legt
Verglüht in den Wehen - bevor sie erwacht
Wandeln Traumstraßen blutwundgefegt
An mir vorüber

© Ulrich P. Hinz


Traumwunsch

Manchmal wünsch ich mir
Ein paar Flügel
Wie ein kleiner Schmetterling
Oder stolz der alte Condor
Schweben über uns dahin
Und die Leute schauen dumm
Wenn ich mit den Armen schlage
Träum des Nachts und nicht am Tage
Wann werd ich endlich Flügel haben
Oder sollt ich ewig hoffen
Immer nur ein Tänzer sein
Fliegt für mich ihr Schmetterlinge
Fliegt, ich werde für euch träumen

© Ulrich P. Hinz


Als wenn nichts wäre

Ich bin innerlich vollkommen
Aus Glas
Das ist deshalb so gefährlich
Weil man es ja nicht sehen kann
Und ich fast der Einzige bin
Der das weiß
Bei jedem Schlag bricht ein
Bißchen mehr
Und doch lebe ich
Als wenn nichts wäre

© Ulrich P. Hinz


Was bleibt

Die letzten Strahlen der untergehenden Sonne
Regnen leise auf den Abend
Ein einsamer Vogel
Singt sich in den Schlaf
Der Tag zerfließt
Zu den Abgründen
Der Vergangenheit
Wie niemals gewesen
Und doch erlebte Erinnerung
Als einziges
Was bleibt
Sie und der Augenblick
Sonst nichts

© Ulrich P. Hinz


Der Tanz der Welt

Taumelnd tanze ich durch eine Straße
In der die Häuser Sterne sind
Der große Wagen steht bereit
Schwebe hinein und laß dich fahren
Zu jenem heiligen Ort
An dem die Götter für dich tanzen
Ein neuer Stern geboren wird
Der Himmel seinen Ursprung hat
Die Welt dem Nichts entspringt
Und halte diesen einen Augenblick
In deiner Seele fest
Auf ewig wird er dir gehören
Auch wenn du dann das nächste Mal
Taumelnd durch eine Straße tanzt
In der die Häuser nur Häuser sind

© Ulrich P. Hinz


Oma

Wenn das Herz langsam still wird
Und von der großen Kraft
Die in Dir einst blühte
Nur noch ein zartes Echo klingt
Dann blicke auf die Welt zurück
Und sage lächelnd
Lebe wohl

Wenn unsere Trauer langsam still wird
Und von der großen Liebe
Die in Dir einst blühte
Auf Ewig ein zartes Echo klingt
Dann blickt die Welt auf Dich zurück
Und sagt lächelnd
Danke

© Ulrich P. Hinz


Und ich küßte einen Stern

Ich merke wie die Zeit mich zieht
An einem Band aus zarter Seide
Durch gold’ne Täler tief in dir
Wo ein verwunsch’ner Stern im schwarzen Kleide
Der ewigen Dunkelheit entflieht
Ganz leise glänzt, so scheint es mir
Die Hoffnung auf das Eine
In uns’rer Welt der Vielsamkeit
Die Hoffnung, die ich meine
Liegt jenseits aller Zeit
Und ist doch fest mit ihr verbunden
Auf meinem Weg zu dir zurück
Zieh ich weiter meine Runden
Es ist für mich das größte Glück
Dich als Ziel zu wissen
Du gibst mir Kraft, den Stern zu küssen
Damit er leuchte hell und rein
Und meine Ewigkeit wird Liebe sein

© Ulrich P. Hinz


Gedanken an eine Brücke

Auf der Brücke zu stehen und
Zu schreien
Dem Wind entgegen zu brüllen
Warum man dann doch nicht springt
Ihn zu spüren und tief einzusaugen
Dabei die Augen zu schließen
Und lächelnd träumend sagen
Bitte noch nicht
Nur noch diesen einen Moment
Wobei die Brücke zärtlich lächelt
Und dir ganz leise zuflüstert
Nein

© Ulrich P. Hinz


Kurzprosa

Es war ein Montag

Anton Hübner lag tot in seinem Bett. Der Morgen drohte. Neben ihm schlummerte, in süßen Träumen versunken, seine Frau. Die Uhr tickte vor die geschlossenen Jalousien. Es war ein Dienstag. Else Hübner ließ einen genüßlichen Schnarchton erklingen und drehte sich auf die andere Seite. Anton Hübner war immer noch tot, und die Uhr tickte um ihn herum. Vor den Fenstern gebar die Welt einen neuen Tag; der Wecker würde gleich klingeln. Seine Frau grunzte. Speichel floß auf ihr Kopfkissen. Anton Hübner schwieg, als der Wecker seine Arbeit aufnahm. Schlaftrunken prügelte die Frau auf den pflichtbewußten Gesellen ein, gab ihrem Mann einen Kuß auf die Stirn und ging ins Bad. Sorgfältig erledigte sie ihre Morgentoilette und kleidete sich an. Ihrem Mann einen Abschiedskuß zuwerfend, verließ sie das Haus. Der neugeborene Tag verstrich langsam aber stetig. Er wurde älter. Gegen Abend kehrte Else Hübner zurück, bereitete das Abendmahl und setzte sich anschließend vor den Fernseher. Der Tag starb, als sie ins Bad ging und sorgfältig ihre Abendtoilette erledigte. Der letzte Blick in den Spiegel war zufriedenstellend. Sie schlurfte ins Schlafzimmer, gab ihrem Mann einen Kuß auf die Stirn und kuschelte sich in ihre Bettdecke. Bald schon schlummerte sie in süßen Träumen. Die Uhr tickte vor die geschlossenen Jalousien. Anton Hübner lag tot in seinem Bett. Es war ein Mittwoch.

© Ulrich P. Hinz


Später Besuch

Richard Urdal saß müde in seinem Zimmer, als es plötzlich an der Tür klopfte. Mühsam erhob er seinen Kopf und sah, wie eine junge Frau in einem langen, weißen Nachthemd sich ins Zimmer drückte. Sie presste ihren hageren Körper mit ganzer Kraft vor die Tür und starrte Urdal mit weit aufgerissenen Augen an. Ihre Nase blutete. Sie schnappte krampfhaft nach Luft. Urdal blieb stumm sitzen und schaute seinen Gast ruhig an. Sie schüttelte ängstlich den Kopf. Dicke Blutstropfen klatschten auf den abgetretenen Teppich. Draußen erklag eine wütende Männerstimme durch den langen Korridor.

"Wenn er mich findet, bin ich tot", flüsterte sie zitternd.

Urdal sagte noch immer nichts. Sie begann zu schluchzen. Urdal lächelte nun sehr verständnisvoll und erhob seinen müden Körper. Vorsichtig ging er auf das zierliche Persönchen zu und nahm sie väterlich in die Arme. Leise begann sie auf seine Schulter zu weinen. Urdal streichelte ihr zärtlich über die verfilzten, blonden Haare. Der Wüterich schien nun ganz in der Nähe zu sein. Er schrie sich heiser. Vielleicht stand er sogar schon vor dem richtigen Zimmer.

"Schsch ... ist ja gut", flüsterte Urdal sanft in ihr Ohr. Dann drückte er mit einem Ruck die Klinke herunter und öffnete die Tür. Draußen stand ein Riese in schmutzigem Unterhemd und speckiger Jogginghose. Er starrte gierig in das Zimmer. Urdal schubste die Kleine wütend auf den Flur und rief dem Riesen zu:

"Laßt nicht überall euren Müll rumliegen, ihr Penner!"

Dann schloß er seine Tür ab und setzte sich, so müde wie zuvor, in seinen Sessel zurück.

© Ulrich P. Hinz


Straßenbau

Ich sitze in meiner Stube und lese ein Buch. Die Wanduhr tickt, und von draußen dröhnt eine Maschine. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn sie bauen an unserer Straße.
Diese Straßenbauer sind schon ein seltsames Völkchen. Mit der Leichtigkeit von Kindern, die in den Sandkästen ihre Burgen bauen, hantieren sie mit den schweren Walzen und Baggern.
Wenn ich - mit großer Bewunderung - an ihnen vorbei spaziere, sehen sie mich mit einem großzügigen Lächeln an, etwa so, wie wir die Kinder in den Sandkästen belächeln.
Von den Büchern, die ich hier lese, wissen sie nichts. Und dennoch ist ihre Überlegenheit mir gegenüber enorm.
Natürlich möchte ich auf keins meiner Bücher verzichten, auch wenn mich dieses Lächeln gelegentlich schmerzt. Zum Trost sage ich mir dann manchmal, daß wir die Straße ja brauchen, und ich sie mit meinen Büchern nicht bauen kann.
Einer ist unter ihnen, der lächelt nie. Er sieht mich immer an mit dem Blick des Todfeindes. Seine Augen funkeln wie die eines hungrigen Löwen. Doch gerade in ihn setze ich all meine Hoffnung.

© Ulrich P. Hinz


Ein Entschluß

Guter Dinge betrat er das Büro seines Vorgesetzten.

"Ah, Herr Urdal, Sie hatten um diesen Termin gebeten. Was kann ich für Sie tun?"

Urdal starrte ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an.

"Ja, also, die Sache verhält sich folgendermaßen. Ich bin zu einem Schluß gelangt. Dies hat mit einem Buch zu tun, das ich unlängst las." Er grinste. Sein Vorgesetzter schaute ihn erwartungsvoll an.

"Nun, Herr Blanker, in diesem Buch habe ich also gelesen, daß ein Selbstmord lediglich ein verhinderter Mord ist." Sein Grinsen weitete sich. Blanker blickte ungläubig.

"Ja, und da ich fest vorhatte, mich zu töten, habe ich dieses Buch sehr genossen." Er lachte laut auf. Blanker stutzte.

"Ja, und da ich eigentlich gar nicht sterben möchte, habe ich es mir anders überlegt." Er zog einen Revolver aus seiner Jackettasche.

"Und, was soll ich Ihnen sagen, nun, Sie sind der Auserwählte." Blanker rollte mit seinem Sessel ein Stück zurück.

"Herr Urdal, bitte, machen Sie keine Witze ... " Er begann zu schwitzen.

"Nein, wo denken Sie hin?" Urdal lächelte verständnisvoll. Dann zielte er auf Blankers Kopf.

"Warum sollte ich Witze machen, mit einer so wichtigen Sache?" Blanker stockte der Atem.

"Bitte warten Sie. Es gibt für alles eine Lösung." Urdal lachte wieder auf.

"Ja, das kann schon sein. Aber leider nicht für Sie."

Der Schuß hallte langsam aus. Urdal verstaute den Revolver wieder in seiner Tasche und verließ lachend das Büro.

© Ulrich P. Hinz


Persönliche Widmung

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Vielen Dank und viel Freude mit dem Buch wünsch

Ihr

Ulrich P. Hinz

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